AGB Muster – Kostenlose Vorlage für Unternehmen (2026)
Erstellen Sie Allgemeine Geschäftsbedingungen für Ihren Online-Shop, Ihre Dienstleistung oder Ihr Handwerk. Angepasst an B2B oder B2C. Mit Widerrufsrecht, Gewährleistung und OS-Plattform-Hinweis nach §§ 305-310 BGB.
AGB erstellen – Was Sie wissen müssen
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) sind vorformulierte Vertragsbedingungen, die ein Verwender für eine Vielzahl von Verträgen verwendet (§ 305 Abs. 1 BGB). Sie unterliegen einer Inhaltskontrolle nach §§ 305-310 BGB.
⚠️ Wichtiger Hinweis
Dieses AGB-Muster dient als Orientierungshilfe. AGB sollten idealerweise von einem Rechtsanwalt auf die individuellen Bedürfnisse Ihres Unternehmens angepasst werden. Eine fehlerhafte AGB-Klausel kann abgemahnt werden und zu Unterlassungsklagen führen.
💡 Tipp: AGB richtig einbinden
AGB werden nur Vertragsbestandteil, wenn drei Voraussetzungen erfüllt sind (§ 305 Abs. 2 BGB): 1. Ausdrücklicher Hinweis vor Vertragsschluss, 2. Möglichkeit zur Kenntnisnahme, 3. Einverständnis des Kunden (z.B. Checkbox im Checkout).
Praxis-Beispiel
Online-Händler Felix Gruber verwendet AGB, die er kostenfrei aus dem Internet kopiert hat. Als ein Kunde einen Kauf widerruft und Felix die Rücksendekosten auf den Kunden abwälzen will, scheitert er vor Gericht: Die entsprechende Klausel in seinen AGB ist nach § 307 BGB unwirksam, weil sie den Verbraucher unangemessen benachteiligt. Felix muss die Rücksendekosten tragen und hat seinen AGB grundlos vertraut.
Zahlen & Fakten
Laut einer Analyse des Deutschen Instituts für Compliance (DICO) enthalten mehr als 60 % der im deutschen E-Commerce verwendeten AGB mindestens eine rechtlich angreifbare Klausel. Abmahnungen wegen fehlerhafter AGB gehören zu den häufigsten wettbewerbsrechtlichen Streitigkeiten in Deutschland – mit durchschnittlichen Kosten von 800 bis 2.500 € pro Abmahnfall.
Gefahren & Warnung
Unwirksame AGB-Klauseln werden nicht automatisch durch das Gesetz ersetzt – im Zweifel gilt das für den Verwender ungünstigere dispositive Recht. Wer AGB ohne rechtliche Prüfung einsetzt, riskiert Abmahnungen durch Mitbewerber oder Verbraucherschutzverbände nach § 3 UWG. Bei Verbraucherverträgen gelten zusätzlich die strengen Vorschriften des BGB (§§ 305–310) sowie EU-Verbraucherrichtlinien.
Hinweis: Diese Vorlage dient ausschließlich als Orientierungshilfe auf Basis des BGB und ersetzt keine individuelle Rechtsberatung. Bei rechtlich komplexen Situationen empfehlen wir die Hinzuziehung eines zugelassenen Rechtsanwalts.
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Häufige Fragen zu AGB
AGB sind in Deutschland nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber dringend empfohlen. Ohne AGB gelten automatisch die gesetzlichen Regelungen des BGB, die oft sehr kundenfreundlich sind. Mit AGB können Sie z.B. Zahlungsfristen, Lieferbedingungen und Gewährleistungsregeln zu Ihren Gunsten konkretisieren – solange diese nicht gegen §§ 305-310 BGB verstoßen.