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ArbeitsrechtKostenlosNachwG 2022 konform

Unbefristeter Arbeitsvertrag Muster – Kostenlose Vorlage (2026)

Erstellen Sie einen unbefristeten Arbeitsvertrag mit allen Pflichtangaben nach NachwG 2022. Inklusive Probezeit, Kündigungsfristen nach § 622 BGB, Nebentätigkeitsklausel und optionalem Wettbewerbsverbot.

BGB & NachwG konform
§ 622 BGB Fristen
PDF & Word
Wettbewerbsverbot optional

Der unbefristete Arbeitsvertrag – Rechtliche Grundlagen und Vorgaben

Der unbefristete Arbeitsvertrag ist die Standardform des Arbeitsverhältnisses in Deutschland und bietet für den Arbeitnehmer das höchste Maß an sozialer und beruflicher Sicherheit. Durch den unbefristeten Arbeitsvertrag verpflichtet sich der Arbeitnehmer gemäß § 611a des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) im Dienste eines anderen zur Leistung weisungsgebundener, fremdbestimmter Arbeit in persönlicher Abhängigkeit. Der Arbeitgeber ist im Gegenzug zur Zahlung der vereinbarten Vergütung rechtlich verpflichtet. Im Gegensatz zu befristeten Arbeitsverträgen (§ 14 TzBfG), die sich automatisch auflösen, bedarf der unbefristete Arbeitsvertrag stets einer aktiven Kündigungspraxis zur Beendigung.

Gesetzliche Nachweispflicht seit der Nachweisgesetz-Reform

Arbeitsverträge können in Deutschland prinzipiell mündlich geschlossen werden. Allerdings verpflichtet das novellierte Nachweisgesetz (NachwG) den Arbeitgeber seit dem 1. August 2022 dazu, die wesentlichen Vertragsbedingungen zwingend schriftlich (auf Papier, nicht elektronisch oder per Mail) niederzulegen und der arbeitnehmenden Person auszuhändigen. Verstöße gegen diese strenge Nachweispflicht können inzwischen mit empfindlichen Bußgeldern von bis zu 2.000 Euro pro Fall geahndet werden!

Die wichtigsten Pflichtangaben nach § 2 NachwG umfassen:

  • Vertragsparteien: Name und Anschrift von Arbeitgeber und Arbeitnehmer.
  • Beginn: Der genaue Zeitpunkt des Beginns des Arbeitsverhältnisses.
  • Arbeitsort: Der Arbeitsort oder (falls sich der Arbeitnehmer nicht an jedem Ort aufhält) ein Hinweis darauf, dass der Beschäftigte an verschiedenen Orten tätig werden kann.
  • Tätigkeitsbeschreibung: Eine kurze Charakterisierung oder Beschreibung der zu leistenden Tätigkeit.
  • Gehalt: Die Zusammensetzung und Höhe des Arbeitsentgelts einschließlich Zuschlägen, Zulagen und Sonderzahlungen (z.B. Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld).
  • Arbeitszeit: Die vereinbarte Arbeitszeit, vereinbarte Ruhepausen und Ruhezeiten ("Work-Life-Balance-Richtlinie").
  • Urlaubsanspruch: Die genaue Dauer des gesetzlichen (§ 3 BUrlG) und übergesetzlichen Erholungsurlaubs.

Probezeit und Kündigungsschutz

Die Einführung einer Probezeit ist in Verträgen üblich, gesetzlich jedoch nicht vorgeschrieben. Im Normalfall darf die Probezeit beim unbefristeten Arbeitsvertrag maximal 6 Monate betragen (§ 622 Abs. 3 BGB). Während dieser Phase greift das deutsche Kündigungsschutzgesetz (KSchG) nicht, und das Arbeitsverhältnis kann von beiden Seiten mit einer verkürzten Frist von zwei Wochen jederzeit gelöst werden (ordentliche Probezeitkündigung).

Nach Ablauf der probeweisen 6 Monate tritt in Betrieben mit mehr als 10 Vollzeit-Mitarbeitern der allgemeine staatliche Kündigungsschutz ein. Eine ordentliche Kündigung durch den Arbeitgeber ist dann nicht mehr folgenlos und ohne Grund möglich; sie ist nur noch wirksam, wenn sie sozial gerechtfertigt ist (betriebsbedingte, personenbedingte oder verhaltensbedingte Kündigung gemäß KSchG).

Achtung: Mündliche Nebenabreden und Vertragsänderungen

Die allermeisten arbeitsvertraglichen Standardformulare enthalten eine sogenannte "doppelte Schriftformklausel". Diese Klausel besagt, dass Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrags, wie etwa eine spätere Gehaltserhöhung oder eine dauerhafte Verlegung des Arbeitsortes auf Homeoffice, zu ihrer rechtlichen Wirksamkeit unbedingt der Schriftform bedürfen. Eine einfache E-Mail oder mündliche Zusage des Vorgesetzten ist dann hinfällig!

Vergütungsregelungen und Überstunden

Die Vergütung im unbefristeten Vertrag richtet sich primär nach der individuell vereinbarten Höhe, ist jedoch an diverse staatliche Mindestnormen gebunden – allen voran das Mindestlohngesetz (MiLoG) und etwaige allgemeinverbindliche Branchen-Tarifverträge. Oftmals finden sich Klauseln der Art "Mit dem Monatsgehalt sind pauschal bis zu 10 Überstunden im Monat abgegolten". Das Bundesarbeitsgericht urteilt in der Regel, dass Pauschalabgeltungen zulässig sind – allerdings nur, wenn die Anzahl der inkludierten Überstunden vertraglich präzise benannt und gedeckelt ist sowie nicht mehr als ca. 10 % bis 15 % der regulären Arbeitszeit beträgt. Offene Phrasen wie "Alle Überstunden sind mit dem Gehalt abgegolten" sind grundlegend intransparent und vollumfänglich rechtswidrig!

Praxis-Beispiel

Die TechSoft GmbH stellt Lisa Wagner als Softwareentwicklerin in Vollzeit ein. Der schriftliche, unbefristete Arbeitsvertrag regelt neben dem Monatsgehalt von 4.500 € und 30 Tagen Urlaub auch präzise die wöchentliche Arbeitszeit von 40 Stunden. Durch den Vertragsschriftsatz erfüllt der Arbeitgeber bereits am ersten Tag alle Pflichten des Nachweisgesetzes (NachwG).

Zahlen & Fakten

Unbefristete Arbeitsverträge sind in Deutschland mit knapp 26 Millionen Beschäftigten die absolute Regelform. Laut Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bieten unbefristete Verträge die mit Abstand höchste Arbeitsplatzsicherheit, was sich extrem positiv auf die Kreditwürdigkeit der Beschäftigten auswirkt.

Gefahren & Warnung

Nach dem streng reformierten Nachweisgesetz (August 2022) müssen Arbeitgeber die wesentlichen Vertragsbedingungen zwingend schriftlich (mit Originalunterschrift) niederlegen. Verstöße gegen diese Dokumentationspflicht können als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld von bis zu 2.000 € pro Fall durch die Aufsichtsbehörden geahndet werden.

Stand: April 2026BGB-basiert⚖️ Kein Ersatz für Rechtsberatung

Hinweis: Diese Vorlage dient ausschließlich als Orientierungshilfe auf Basis des BGB und ersetzt keine individuelle Rechtsberatung. Bei rechtlich komplexen Situationen empfehlen wir die Hinzuziehung eines zugelassenen Rechtsanwalts.

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Unbefristeter Arbeitsvertrag Generator

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Vorschau

UNBEFRISTETER ARBEITSVERTRAG Zwischen [Arbeitgeber] [Adresse] – nachfolgend „Arbeitgeber" genannt – und [Arbeitnehmer] [Adresse] geboren am [Datum] – nachfolgend „Arbeitnehmer" genannt – wird folgender Arbeitsvertrag auf unbestimmte Zeit geschlossen: § 1 Beginn des Arbeitsverhältnisses Das unbefristete Arbeitsverhältnis beginnt am [Datum]. § 2 Tätigkeit und Arbeitsort Der Arbeitnehmer wird als [Position] eingestellt. Der Arbeitsort ist: [Arbeitsort]. Der Arbeitgeber behält sich vor, dem Arbeitnehmer andere zumutbare Aufgaben zuzuweisen, die seinen Fähigkeiten und seiner Ausbildung entsprechen. § 3 Probezeit Die ersten des Arbeitsverhältnisses gelten als Probezeit. Während der Probezeit kann das Arbeitsverhältnis von beiden Seiten mit einer Frist von 2 Wochen gekündigt werden (§ 622 Abs. 3 BGB). § 4 Arbeitszeit Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt [Stunden] Stunden. Die Verteilung der Arbeitszeit wird betrieblich geregelt. Überstunden können im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen (ArbZG) angeordnet werden. § 5 Vergütung Der Arbeitnehmer erhält ein monatliches Bruttogehalt von [Betrag] €. Die Zahlung erfolgt monatlich nachträglich auf das vom Arbeitnehmer angegebene Konto, spätestens bis zum letzten Bankarbeitstag des Monats. § 6 Urlaub Der jährliche Urlaubsanspruch beträgt [Tage] Arbeitstage bei einer 5-Tage-Woche. Der Urlaubsanspruch wird anteilig berechnet, wenn das Arbeitsverhältnis nicht das gesamte Kalenderjahr besteht (§ 5 BUrlG). § 7 Arbeitsunfähigkeit Arbeitsunfähigkeit ist dem Arbeitgeber unverzüglich anzuzeigen. Spätestens am dritten Kalendertag ist eine ärztliche Bescheinigung vorzulegen. Entgeltfortzahlung wird für bis zu 6 Wochen geleistet (§ 3 EFZG). § 8 Kündigung Das Arbeitsverhältnis kann von beiden Seiten unter Einhaltung der Frist von [Frist] gekündigt werden. Die gesetzlichen Kündigungsfristen nach § 622 BGB verlängern sich mit zunehmender Betriebszugehörigkeit. Die Kündigung bedarf der Schriftform (§ 623 BGB). Eine mündliche oder elektronische Kündigung ist unwirksam. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund (§ 626 BGB) bleibt unberührt. § 9 Verschwiegenheit Der Arbeitnehmer verpflichtet sich, über alle Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Stillschweigen zu bewahren. Diese Verpflichtung gilt auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses fort. § 10 Nebentätigkeit Es gelten die allgemeinen gesetzlichen Regelungen zu Nebentätigkeiten. § 11 Nachvertragliches Wettbewerbsverbot Der Arbeitnehmer verpflichtet sich, für die Dauer von [Dauer] nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht in Konkurrenz zum Arbeitgeber tätig zu werden. Für die Dauer des Wettbewerbsverbots zahlt der Arbeitgeber eine Karenzentschädigung in Höhe von mindestens 50% der zuletzt bezogenen Vergütung (§ 74 Abs. 2 HGB). § 12 Schlussbestimmungen Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen der Schriftform. Mündliche Nebenabreden bestehen nicht. Sollte eine Bestimmung dieses Vertrages unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. [Ort], den 15.06.2026 _______________________________ _______________________________ Unterschrift Arbeitgeber Unterschrift Arbeitnehmer [Arbeitgeber] [Arbeitnehmer]
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Häufige Fragen zum unbefristeten Arbeitsvertrag

Seit dem NachwG 2022 müssen folgende Angaben am ersten Arbeitstag schriftlich vorliegen: Name und Anschrift beider Parteien, Arbeitsbeginn, Arbeitsort, Tätigkeitsbeschreibung, Vergütung und Fälligkeit, Arbeitszeit, Urlaubstage, Kündigungsfristen, Probezeit, Hinweis auf Tarifverträge/Betriebsvereinbarungen. Bei Verstoß droht ein Bußgeld bis 2.000 €.

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